An der ISPO hatte ich die Möglichkeit mit Davide Indulti über die neuen ATK Bindungen zu sprechen. Insbesondere die beiden neuen Modelle Raider 12 und Freeraider 14 kommen mit gewichtigen Neuerungen.

Zehenteil

  1. Ähnlich wie bei ihrer Revolution Bindung arbeitet ATK bei den neuen Raider Modellen nicht mehr mit Federn an den Hebelarmen sondern mit einer versteckten Feder quer zu den Hebelarmen. Dabei geht es weniger um Gewichtseinsparung sondern darum, die Klemmwirkung zu optimieren. Aus diesem Grund bietet diese Bindung verschiedene Klemmwinkel, um die Kraft perfekt auf die (leider noch immer) variierende Breite der Inserts im Schuh anzupassen.
  2. Die Arme der Raider 12 sind im neuen Gehäuse in geschlossenem Zustand in perfektem Formschluss. Damit hängen die Arme nicht nur in den Achsen sondern werden eigentlich auf ganzer Länge geführt. Dies ist ein weiterer Aspekt, der zur enormen Stabilität des Raider Kopfes führt.
  3. In geschlossenem Zustand kann keinerlei Schnee in die Bindung eindringen, was zu Vereisung und Funktionseinschränkung führen könnte.
  4. Das Bohrbild ist grösser geworden, was das Risiko des Ausreissens der Bindung vermindert. Es gibt für die Raider 12 und Freerider 14 ein Bohrbild. Das ganz Breite der „alten“ Freerider 14 gibt es nicht mehr.

Fersenteil

  1. Der Stopper, der bei der Crest eingeführt wurde, findet sich nun auch bei der Raider.
  2. Da der Stopper nun hinten ist, musste der Freeride Spacer angepasst werden. Dieser befindet sich nun links und rechts des Stoppers und lässt sich natürlich immer noch perfekt an jede Sohlendicke anpassen.

Es ist tatsächlich erstaunlich, wie fest ein Schuh in der Freeraider 14 oder in einer Raider 12 mit Freeride Spacer sitzt. Ich würde behaupten, es gibt keine andere Pin Bindung, die eine solche Stabilität und Direktheit erreicht, wahrscheinlich übertreffen diese beiden Bindungen sogar einige Alpinbindungen.

Die Raider 12 und die Freerider 14 sind Pin Bindungen, die stark gewichtsoptimiert sind und die eine so gut wie mögliche Auslösung bieten. Wegen ihrer mangelnden Elastizität sind diese Bindungen nicht ISO zertifizierter, es geht aber auch nicht im diese Zertifizierung. Es geht um geringes Gewicht und beste Performance bei der bestmöglichen Sicherheit.