Fritschi ist bekannt für unkonventionelle Lösungen und dem Brechen mit traditionellen Herangehensweisen. Mit einer kleinen, grossen Revolution warten sie nächste Saison mit der neuen Xenic Bindung auf. Mit 320 Gramm inkl. Stopper bricht Fritschi erstmals in den Bereich der Mittelgewichtsbindungen ein. Es ist jedeoch nicht die Grammzahl an und für sich, welche die Xenic auszeichnet, es ist quasi die Innovationsdichte pro Gramm, das diese Bindung einzigartig macht. Was ist so speziell an dieser Bindung:

  1. Angefangen beim vorderen Bindungskopf fällt auf, dass Fritschi kein Kniehebelsystem zu Öffnen und Schliessen der Bindung nutzt, sondern horizontal, auf einer Schiene fahrende Pins konstruiert hat. Der Vorteil davon ist zweierlei. Erstens ist die Bindung so viel weniger empfindlich auf Schläge, die zu Fehlauslösungen führen könnten und sie lässt kein Schnee ins System, das die Funktion beeinträchtigtigen könnte.
  2. Der Kopf hinten sieht auf den ersten Blick nicht spektakulär aus, er bietet aber Funktionalität, die sogar noch etwas über die einer ATK Crest oder Raider hinaus gehen. Daneben, dass die Xenic sowohl für die horizontale, wie auch die vertikale Auslösung eine definierte Einstellung zulässt, bietet sie einen Längenausgleich über 10mm. Damit erreicht Fritschi eine sehr zuverlässige Auslösung in den allermeisten Sturzsituationen.
  3. Auffallend ist zudem der sehr tiefe aber extrem breite Drehturm. Im Gegensatz zu einer Radical 1 oder eine G3 ION, deren Türme ungefähr 2cm hoch sind und einen Durchmesser von ca. 1cm haben ist der Drehturm (bei Fritschi fast eher eine Disk) der Xenic weniger als 5mm hoch, hat aber einen durchmesser von fast 4cm. Dies in Kombination mit einer kleveren Federkonstruktion macht die Xenic zudem ziemlich elastisch in der Seitenauslösung, was wiederum Fehlauslösungen entgegenwirkt.

Ich bin sehr gespannt auf diese Bindung und denke, sie ist zudammen mit den neuen ATK Bindungen der grösste Wurf, was für nächste Saison im Bindungsbreich abgeht.